LEO HEIDEL
fährt mit LE.RADLeo Heidl
Alter: 24 Jahre
Geburtstag: 19.09.2001
Handicap: Nervenschaden linkes Bein,
Fußheberschwäche, Verkürzung
der Achillessehne
Sportart: Paracycling
Verein: BPRSV Cottbus


Meine Geschichte und Comeback
Bevor ich 2021 mein erstes Rennen antreten konnte, erlitt ich einen schweren Unfall auf dem Mountainbike.
Ich stürzte 12 Meter bergab und wurde anschließend in die nächstliegende Spezialklinik geflogen.
Diagnose: Schlüsselbeinbruch, Rippenbrüche und linksseitig ausgekugelte Hüfte mit Nervenläsion.
Zunächst war mein gesamtes linkes Bein komplett gelähmt. Mit Hilfe einer sechszehnwöchigen Reha und wöchentlich, bis heute andauernden mehrstündigen Physiotherapiestunden, kamen das Gefühl und die Nerven anteilig zurück.
Laut aktuellen Erkenntnissen ist die Regeneration der Nerven abgeschlossen. Ein bleibender Nervenschaden besteht.
Durch die ausgekugelte Hüfte wurde bereits 2021 eine Hüftarthrose diagnostiziert. Auf Grund der geschädigten Nerven können Muskelgruppen des linken Beines nicht mehr angesteuert werden, wodurch sich eine Fußheberschwäche und eine Verkürzung der Achillessehne äußern.
Nach dem Sturz kam es nicht nur zu körperlichen Einschränkungen. Anfang 2022 erlosch nach weiteren Untersuchungen und keiner Besserung mein Kampfgeist. Damit verfiel ich in eine tiefe Depression.
Meine Geschichte
n allen ärztlichen Einschätzungen, die mir klargemacht hatten, dass ich wahrscheinlich nie wieder Rad fahren werde, bin ich November 2023 zum ersten Mal wieder auf ein Fahrrad gestiegen.
Zunächst war ich auf meinem Gravelbike unterwegs, um die frische Luft in meiner Nase zu spüren. Schnell entwickelte sich ein Drang zum schnelleren Fahren. Ein Rennrad musste her.
Nach meinem ersten Gravelrennen, Ende 2024, packte mich die Leidenschaft zu etwas Größerem.
Der Kampfgeist war wieder da!
2025 startete meine erste richtige Rennradsaison. Mit Hilfe meines Trainers Jonas Reibsch, welcher selbst U23 Profirennradfahrer ist, konnte ich meine Leistung stetig steigern und von seiner Erfahrung profitieren. Ab hier wurden die Rennen von mal zu mal herausfordernder.
Bei Rennen merkte ich sofort meine Erfahrung aus dem technisch anspruchsvollerem Downhillsport, wodurch ich meine Beeinträchtigung etwas ausgleichen konnte. Trotzdem lernte ich viel über die für mich neue Art des Renngeschehens und konnte Rennen für Rennen aus meinen Fehlern lernen und stetig bessere Platzierungen einfahren.
Erste Paracyclingsaison 2026
Ich habe eine unendliche Motivation im Jahr 2026 bedeutende Erfolge im Paracycling zu erreichen.
Mit Unterstützung des Cottbusser Paracyclingvereins BPRSV e.V. wurde ich bereits durch einen nationalen Klassifizierer für die Klasse C5 klassifiziert. Gemeinsam mit dem BPRSV werde ich im April und Mai meine ersten beiden Worldcup Rennen bestreiten und von der UCI offiziell international klassifiziert werden.
Mein Ziel ist es, bei diesen beiden Worldcups direkt einen Platz im deutschen Kader zu erhalten. Dies bedeutet eine Top-Ten-Platzierung im Einzelzeitfahren oder im Straßenrennen.
Des Weiteren verfolge ich das Ziel, bei der deutschen Paracycling Meisterschaft das Podium zu erreichen. Außerdem möchte ich mir eine Qualifikation für die Weltmeisterschaft in der USA 2026 sichern.
Außerhalb der Paracycling-Klasse plane ich einige große Jedermannrennen zu fahren sowie in der Lizenzklasse zu starten.
Auf diesem Weg bin ich nicht alleine. Um in meine Bestform zu kommen, unterstützen mich bereits der “BPRSV Cottbus” und das “In Motion Fitness Beucha”.
Bei einem erfolgreichem Rennen kommt es nicht nur auf meine Topform, sondern auch auf das Zusammenspiel zwischen Rad und Rennfahrer an. Aus diesem Grund lege ich großen Wert darauf, dass mein Material den sehr hohen Qualitätsansprüchen entspricht, die ich täglich an meine Leistung habe.


